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Wichtiger Hinweis: Gemäß Entscheidung Leitung BAAINBw bleibt die Wehrtechnische Studiensammlung aufgrund der weiterhin dynamischen Lage COVID-19 bis auf Weiteres geschlossen. Ein Öffnungsdatum kann nicht mitgeteilt werden.

Die Pistole P 1 der Bundeswehr – Teil 2

Teil 2:
Beschreibung und Einordnung einzelner Waffen – Frühe Ausführung

Die Begriffe erste, zweite, ..., letzte Ausführung werden bewusst nicht gewählt, da dies bisher nicht eindeutig geklärt ist. Bedingt durch die lange Nutzungszeit wurde die überwiegende Anzahl der Waffen zum Teil mehrfach während einer oder mehrerer Instandsetzungen überholt und mit Bauteilen neuerer Ausführungen ergänzt. Die originale Seriennummer wurde dabei immer beibehalten. Mit den gelieferten Losen wurde zu den Waffen immer eine festgelegte Anzahl von Ersatzteilen (Griffstücke, Verschlüsse, Rohre) mitgeliefert. Diese Teile waren bereits mit BWB Abnahmen versehen aber ohne Nummerierung. Dies führte zu Waffen, die der letzten Ausführung der P1 entsprechen aber eventuell eine Seriennummer aus den ersten Losen tragen. Die Waffennummer auf dem Griffstück ist immer sechsstellig eingeschlagen. Bei Seriennummern unter 100 000 wurden eine oder mehrere "Nullen" vorangesetzt.Die Seriennummern befinden sich immer auf der linken Seite der Waffen.

Seriennummer 031782

Nach heutigen Erkenntnissen ist diese Waffe im Auslieferungszustand. Es wurde keine Instandsetzungs- oder Nachrüstungsmaßnahmen durchgeführt. Eine solche Waffe ist relativ selten zu finden.

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Bild 01: Waffe linke Seite.


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Bild 02: Erste Form der Beschriftung des Verschlusses mit kleiner Waltherschleife. Rohrhaltehebel nicht verstärkt und mit gerader Riffelung. Kaliberbezeichnung mit "C".


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Bild 03: Stern mit Abnahme auf Verschluss links. Der Stern in dieser Form ist Kennzeichen für den "neuen oder geänderten" Schlagbolzen. Zu dieser Änderung des Schlagbolzens sind die Informationen nicht gesichert. Vermutung: Wechsel von luftgehärtetem zu ölgehärtetem Schlagbolzen. Frühe schmale Form des BWB Adlers. Keine militärische Walther Werksabnahme "Punkt im Kreis".


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Bild 04: Unverstärktes Griffstück, keine BW Kennzeichnung, keine Walther Werksabnahme "Punkt im Kreis" und der Abzug als Feingussteil.


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Bild 05: Rohr der frühen Ausführung. Innenrohr mit Querstift gesichert und ohne Seriennummer.


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Bild 06: Waffe rechte Seite. Unverstärkter Verschluss mit Abnahmemonat/Jahr und Versorgungsnummer.


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Bild 07: zwei BWB-Adler frühe Form untereinander. Abnahmemonat/Jahr.

Bild 08: Versorgungsnummer


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Bild 09: Verschluss ohne Aussparung für Zerlegehebel.


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Bild 10 (Links): U-förmige Kimme der ersten Ausführung ohne weiße Markierung. Bei diesem Verschluss blieb ein schmaler Steg zwischen der Aussparung für den Schlaghammer und der Bohrung des Signalstiftes stehen. Bei anderen Verschlüssen ist dieser Steg noch wesentlich dünner oder fehlt ganz. Eine Systematik ist nicht erkennbar. Hier handelt es sich um Fertigungstoleranzen. Die Bedeutung der Ziffern ist nicht bekannt.

Bild 10 (Mitte): Ein weiterer früher Verschluss mit der Ziffer 8 und nur noch einem Rest des Steges.

Bild 10 (Rechts): Hier ein späterer Verschluss ohne Ziffer und mit ausgebohrtem Steg.


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Bild 11: BWB-Adler auf Griffstück links frühe Form nebeneinander.


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Bild 12: Im Griffstück ist der Ausstoßer noch ohne Feder und fällt deshalb nach vorne in den Magazinschacht.


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Bild 13: Abnahmestempel frühe Form. Keine Walther Werksabnahme Punkt im Kreis.


Autor: Helmut Bindl

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Wehrtechnische Studiensammlung bleibt erhalten!

Bei einem Tischgespräch im Beisein von mehreren Abteilungsleitern des Ministeriums, des Präsidenten des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und anderen hat sich Staatssekretärin Dr. Suder am 12. Juli 2016 für den grundsätzlichen Erhalt der Sammlung und gegen eine Auflösung und Abwicklung entschieden.

Vielen Dank an Alle die zu dieser positiven Entscheidung beigetragen haben.

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